Montag, 30. September 2013

Rezension 'Prozessorientierte Unternehmensführung



Das Buch „Prozessorientierte Unternehmensführung:Prozessmanagement ganzheitlich einführen und verankern“ von Uwe Feddern undThilo Knuppertz ist ein BPM-Fachbuch, in dem die Vorgehensweise und die Methoden zur Einführung einer prozessorientierten Unternehmensführung praxisnah erläutert werden.

Dilemma der funktionsorientierten Vorgehensweise
Einleitend wird auf das grundsätzliche Dilemma im Hinblick auf die überwiegend funktionsorientierte Vorgehensweise bei der Einführung von Prozessmanagement hingewiesen. Die Herausforderungen zum Aufbau einer prozessorientierten Organisation werden sogleich aufgezählt:
  • Fehlendes Change Management,
  • fehlende Akzeptanz für die Dringlichkeit der Änderungen,
  • keine eindeutige Zielvereinbarung oder Kommunikation.

Was kann besser gemacht werden?
Doch bei dieser Aufzählung bleibt es nicht. Die Autoren zeigen auf, wie diese Herausforderungen strategisch und operativ angegangen werden können. Den Weg, Prozessmanagement als führende Management-Methode vollständig und strukturiert in einer Organisation zu etablieren, gilt es langfristig und nachhaltig zu verfolgen. Als wesentlicher Erfolgsfaktor wird die „Prozessmanagement-Brille“ herausgearbeitet: Das strategische und operative Prozessmanagement werden wie in einem Steuerungskreislauf miteinander verbunden. Die Autoren erläutern anhand von Beispielen aus ihrer Beraterpraxis, wie der Aufbau einer prozessorientierten Organisation als Veränderungsprojekt mit fortwährend hoher Dringlichkeit und hohem Elan etabliert werden kann. Sie liefern Methoden für einen erfolgreichen Übergang von einer funktionsorientierten zu einer prozessorientierten Organisation. In allen Phasen des vorgestellten Vorgehensmodells werden Empfehlungen und Arbeitshilfen hin zu „Best-Practice“ vermittelt.

BPM - auch mit Humor!
Bei aller fachlichen Fundiertheit lassen die Autoren ein gewisses Maß an Humor zu. So manche Passagen führen zum Schmunzeln, erinnern sie doch an die gelebte Praxis bei einer Prozesseinführung:
„Kennen Sie ein Beispiel für einen schönen Trugschluss in Bezug auf die Einführung von Prozessen? Der SOLL-Prozess ist beschrieben und wird per E-Mail an alle Beteiligten versendet mit der Maßgabe, diesen sofort so auszuführen.“

Berichte von Unternehmensvertretern
Zum Schluss des Buches berichten verantwortliche Mitarbeiter namhafter Unternehmen, wie die Einführung von Prozessmanagement anhand des vorgestellten Vorgehensmodells umgesetzt werden konnte.

Mein Fazit:

Das Buch „Prozessorientierte Unternehmensführung:Prozessmanagement ganzheitlich einführen und verankern“ ist empfehlenswert für alle, die einen profonden Ratgeber über BPM als Managementmethode suchen. Selbst BPM-Experten werden wegen der zahlreichen Erfahrungsberichte noch einiges für ihre eigene Praxis lernen können.



Leseproben, Diskussionen & mehr gibt es im

Dienstag, 24. September 2013

Pull- und Push-Prinzip im konstruktiven Dialog



Dass man nicht immer einer Meinung sein muss, um XING als Akquisemaschine zu präsentieren, belegt das Hörbuch „Akquisemaschine XING“ von Dirk Kreuter und Joachim Rumohr.
 
Kreuter ist Experte in der Neukundengewinnung, Rumohr Experte für XING. Kreuter ist eher Vertreter des Hardsellings, Rumohr der Networker. Beiden Autoren gelingt es – trotz des zunächst offensichtlichen Widerspruchs - sehr konstruktiv, die Kombination der Stärken beider Welten zu präsentieren. Vielleicht klappt dies auch gerade deshalb so gut, weil sich ja Gegenpole bekanntlich anziehen.

Herausgekommen ist ein spannendes Hörbuch, das sich beispielsweise mit der Beziehungslehre von Granuwetta und dem Reziprozitätsprinzip beschäftigt. Es erläutert anhand von nachvollziehbaren Beispielen, wie XING optimal genutzt werden kann.

Das Hörbuch „Akquisemaschine XING“ hat mir viele praxisrelevante Tipps gegeben, um mich noch besser zu positionieren. Ich habe einiges Neues über (Selbst-) Marketing erfahren.

Danke an Joachim Rumohr und Dirk Kreuter für über vier unterhaltsame Stunden „Best-Practice mit XING“!

Montag, 16. September 2013

Sind Sie schon im BPM-Paradies?


Kennen Sie die Geschichte vom Paradies, die mit Prozessmanagement zu tun hat? Den mächtigen Zauber namens eden, der Prozessmanagement in der Praxis umsetzen hilft?

eden kompakt
eden ist das Reifegradmodell, mit dem die Prozessorientierung einer Organisation ermittelt werden kann. Im Kern wird die Frage beantwortet, ob Prozessmanagement das richtige Umfeld hat, um gelebt zu werden. Bewährte Vorgehensweise von eden ist ein (moderiertes) Self-Assessment, mit dem eine gemeinsame interne Sicht ermittelt wird. Dabei werden neun Dimensionen (u.a. Strategie und Methoden) im Ist und auf mittelfristige und langfristige Sicht betrachtet.

(Moderiertes) Self-Assessment
Das Ticket zum (moderierten) Self-Assessment ist die eden-Zertifizierung. Ein eden-zertifizierter Berater ist darin ausgebildet, die persönlichen Wahrnehmungen seiner Interviewpartner abzufragen und die Ergebnisse neutral darzustellen.

Hohe Akzeptanz
Die Teilnehmer der Interviews erkennen, in welcher der Dimensionen sie schon gut aufgestellt sind und in welchen sie noch Verbesserungspotential haben. Die Ausgangslage und die Entwicklung werden für Kommunikationszwecke mit der Geschäftsführung in einer 4-Felder-Positionierungsmatrix dargestellt, die zwischen der operativen 'Bottom-Up'-Orientierung und einer strategischen 'Top-Down'-Sicht des vorgefundenen BPM-Ansatzes unterscheidet, sowie dem Reifegrad der Umsetzung der BPM-Kriterien. Es können Maßnahmen abgeleitet werden, um vom Quadrant 'Sumpf' über die 'Wiese' oder über das 'Feld' in den 'Garten' (=das BPM Paradies) zu gelangen. Vorteil der eingesetzten Methode ist eine hohe Akzeptanz bei den Beteiligten.

eden-Gutachterkonzept
Als Weiterentwicklung zu den Self-Assesments können sich seit neuestem Unternehmen oder Organisationseinheiten einem externen Gutachten unterziehen, um eine objektive Rückmeldung bezogen auf den eigenen Reifegrad der Prozessorientierung zu erhalten.

Übrigens, eden wurde im Arbeitskreis „BPM Excellence“ des BPM-Club von Profis für Profis entwickelt.

Die komplette paradiesische Geschichte finden Sie hier.
Wann machen Sie sich auf den Weg ins Paradies?


(Bildverwendung mit freundlicher Genehmigung des BPM Maturity Model eden e.V.)

Mittwoch, 11. September 2013

Nach anfänglicher Skepsis die Überraschung: Ein Networking-Strategiebuch, in dem XING & LinkedIn (nur) den Rahmen darstellen!

http://www.amazon.de/gp/product/3815831040/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3815831040&linkCode=as2&tag=thomurbaimpum-21


Ehrlich gesagt, zunächst war ich skeptisch, wie sich dieses Buch gegenüber anderen XING-Büchern absetzen kann. Doch schnell wurde mir der Nutzen klar:

Das Buch "XING&LinkedIn" von Michael Shah und Isabelle Mader ist vorrangig ein Networking-Strategiebuch. Es erläutert den systematischen Aufbau einer Networking-Strategie anhand von Praxis-Beispielen. Die Plattformen XING und LINKEDIN und deren technische Anwendung stellen den technischen Rahmen dar, in denen die dargestellte Strategie angewendet wird.

Obwohl ich mich schon einige Jahre mit XING beschäftige, war ich überrascht, wie viele neue Impulse mir dieses Buch geben konnte. Meine Quick-Wins während der Lektüre:
1. Mein „Elevator Pitch“ kommt nun noch mehr auf den Punkt.
2. Mein XING-Profil konnte ich nochmals in einigen Punkten schärfen.

Die vorgestellten Strategien geben mir darüber hinaus zusätzliche, langfristige Leitlinien. Die empfohlenen Tipps sind praxiserprobt und leicht anwendbar. Es bietet Best-Practice für die Schaffung des Selbstbildes im eigenen Profil und der Wahrnehmung durch Dritte in Gruppen oder Events. Zum Schluss werden interessante Networker und ihre Strategien vorgestellt. Einige dieser Kontakte sind nun Teil meines eigenen Netzwerks geworden. Denn gerade „Serendipität“, der „glückliche Zufall“ (insbesondere beim Networking, wie z.B. das Verknüpfen mit zufälligen Kontakten und der Austausch über verbindende Themen), kann den eigenen Horizont ungemein erweitern.

Mein Fazit:
Die Autoren Michael Rajiv Shah und Isabella Mader verstehen es, die Leser zu „Webselling - XING & LinkedIn - Die besten Erfolgsstrategien im Business-Networking“ fachlich versiert und mit Humor zu begleiten. Für mich ist das Buch eine klare Kaufempfehlung!

Dienstag, 3. September 2013

BPM = „Bunte Prozesse malen“?





Haben Sie schon mal von „BPM“ gehört – vom Bund der Personalmanager? Oder steht BPM eher für „Beats per minute“?

Wofür steht die Abkürzung BPM?
Das kommt darauf an, würden nicht nur Juristen antworten. Wobei Juristen noch am wenigsten mit BPM zu tun haben, obwohl sie mit Prozessen vertraut sind.

Das Wort Prozess hat verschiedene Bedeutungen und wird beispielsweise in der Rechtswissenschaft, in der Informatik, in der Verfahrenstechnik und in der Organisationslehre verwendet.

Was ist ein Prozess in betrieblich-organisatorischem Zusammenhang?
In der Organisationslehre wird ein Prozess auch als Geschäftsprozess bezeichnet. Er ist definiert als eine Abfolge von Tätigkeiten und Ereignissen in der Betriebswirtschaft. Diese Abfolge ist Teil der Ablauforganisation innerhalb eines Unternehmens.

Ein Prozess ist dadurch charakterisiert, dass er
- an dem Kundennutzen ausgerichtet ist
- abteilungsübergreifende Zusammenarbeit erfordert
- sich aus mehreren Prozessschritten zusammensetzt, die in dem Zusammenhang Input – Leistung – Output stehen.

Wie können Geschäftsprozesse gemanagt werden?
Geschäftsprozessmanagement (englisch: BPM - „business process management“), oder auch Prozessmanagement, beschreibt Methoden zur effektiven und effizienten Gestaltung und Steuerung von Prozessen.

Es gibt Unternehmen, die BPM mit „Bunte Prozesse malen“ gleichsetzen. Diesen Unternehmen geht es darum, vorhandene Prozesse mittels eines IT-Tools zu visualisieren. Doch die Dokumentation nur der reinen Dokumentation wegen stellt noch lange kein Prozessmanagement dar.

'Malen Sie Ihre Prozesse noch? Oder leben Sie Ihre Prozesse bereits?'
Damit Prozesse nicht nur auf dem Papier stehen, sondern in der Praxis gelebt werden, bedarf es vor allem eines Veränderungsprozesses in den Köpfen aller Beteiligten. Prozessmanagement ist eine Methode zur Führung prozessorientierter Unternehmen. Kurz gesagt: 'Strategie bestimmt Prozesse bestimmt Aufbaustruktur.'

„Besser Prozesse managen!“
Im strategischen Prozessmanagement werden die richtigen Prozesse „effektiv“ definiert. Im operativen Prozessmanagement werden die richtigen Prozesse richtig „effizient“ umgesetzt. Begleitet werden alle Methoden durch Maßnahmen der Organisationsentwicklung.

Community für den Business Process Manager
Im BPM-Club finden regelmäßig regionale Treffen statt, bei denen der fachliche Erfahrungsaustausch über Prozessmanagement und Organisationsentwicklung im Fokus steht. Die BPM-Club-Treffen zeichnen sich darüber hinaus durch Networking in bester Atmosphäre aus.

Die XING-Gruppe „BPM-Club“ ist die technische Plattform für alle Veröffentlichungen. Auch Nicht-XING-Mitglieder haben lesenden Zugriff auf die Inhalte.

Neben den Berichterstattungen über BPM-Club-Treffen finden fachliche Diskussionen statt, es wird zu Umfragen aufgerufen oder über die Ergebnisse von Arbeitskreisen informiert. Daneben sind auch eine Stellenbörse und eine Übersicht über alle angebotenen Events abrufbar.

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